25 | 11 | 2020

Elisabeth Kübler-Ross

Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004)

Die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross wurde am 8. Juli 1926 im schweizerischen Ort Meilen am Zürichsee (Kanton Zürich) als erstgeborene Drillingsschwester und Tochter eines protestantischen Kaufmanns geboren. Sie wog bei ihrer Geburt wie ihre Schwester Erika nur etwa 1 Kilogramm. Ihr Vater ist streng, aber gerecht und herzlich. Wegen ihrer Hilfsbereitschaft erhielt sie schon während ihrer Schulzeit den Spitznamen "Dr. Pestalozzi". Sie hatte ursprünglich nicht die Aussicht, Medizinerin zu werden - ihre Familie brachte hierfür auch kein Verständnis auf. Nach ihrer Schulentlassung absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Laborantin im Kantonsspital. Elisabeth holte in Abendkursen die eidgenössische Matura nach, um danach doch noch in das Medizinstudium einzusteigen, das sie an der Universität Zürich im Jahr 1957 mit der Promotion abschloß. 1958 heiratete sie ihren Studienkollegen, den amerikanischen Arzt Dr. Emanuel Robert Ross, und siedelte im selben Jahr mit ihm in die USA über. Ihren Facharztabschluß in Psychiatrie machte sie 1963 an der University of Colorado.

Ein eindrückliches Erlebnis war für sie ein Aufenthalt in Polen nach Kriegsende gewesen, wo sie bei Aufräum- und Aufbauarbeiten mithalf. Im ehemaligen KZ und Vernichtungslager Maidanek sah sie ganze Wagenladungen voll mit Kinderschuhen und mit Haaren getöteter Frauen. Sie schreibt darüber:

"Dann erlebt man etwas, das einem das ganze Leben berührt und verändert. Da beginnt man sich Fragen zu stellen: Warum studiert man Medizin? Man stellt sich Fragen: Wie kann ein Mann und eine Frau Tausende von kleinen unschuldigen Kindern umbringen und am selben Tag machen sie sich Sorgen, weil ihr eigenes Kind zu Hause vielleicht Masern hat?“

Sicher war diese Zeit mit prägend für ihre philanthropische Einstellung. Zu einem biblisch gegründeten christlichen Glauben fand sie jedoch nicht [Lit. 3, Dr. Koch]. 

Als ausgebildete Psychiaterin war sie in mehreren amerikanischen Krankenhäusern, zunächst in New York und ab 1965 am Billings-Hospital in Chicago tätig und sammelte während dieser Zeit viele Erfahrungen mit Sterbenden. Sie führte intensive Gespräche mit den unheilbar kranken Menschen, besonders über ihre Gedanken zu Tod und Sterben. Diese Arbeit setzte sie in Form einer immer ausgedehnteren Forschungs- und Vortragstätigkeit fort, die sie schließlich auch in die Hauptstädte Europas, nach Australien und rund um die ganze Welt führte, 400000 km im Jahr. In ihren Schriften und Workshops leitete sie Mediziner, Pflegepersonal, Betreuer und Seelsorger im Umgang mit Sterbenden und Trauernden an. In ihrem Buch "Interviews mit Sterbenden" (1969) postulierte und definierte sie fünf Phasen des Sterbens: Denial (Leugnen) - Anger (Zorn) - Bargaining (Verhandeln) - Depression - Acceptance (Akzeptanz). Etwa 20 weitere Bücher folgen, die in 25 Sprachen übersetzt werden. 

Mit Beginn der 70er Jahre beschäftigt sie sich intensiv mit Nahtod-Erfahrungen. Sie wechselt den Wohnort und gründet ein eigenes Zentrum in Escondido, Nähe San Diego. Sie nennt es Shanti Nilaya, sanskrit für "Haus des Friedens". Durch ihre leidenschaftliche Suche nach Beweisen für ein Leben nach dem Tod gerät sie zunehmend auf einen esoterischen Irrweg. Sie läßt sich auf Channeling-Sessions und Kontaktaufnahme mit Geistführern und Geistwesen (Spiritismus) ein und entwickelte Interesse an out-of-body experiences (sog. Exkursion der Seele oder außerkörperliche Erfahrungen, AKE). Diese Erfahrungen kommen in Berichten über Nahtod-Erlebnisse häufig vor, werden aber auch von Menschen unter Hypnose, in Trance, unter Drogeneinfluß oder während ekstatischer Zustände beschrieben. Kübler-Ross arbeitete damals im Kreis um den esoterisch-spiritistisch erfahrenen AKE-Spezialisten Robert A. Monroe (1915-1995) mit, zusammen mit dem Psychologen Dr. Moody. Die Geistwesen, denen Monroe während seiner zahlreichen "Astralreisen" begegnete, erklärten ihm die Begrifflichkeiten der Astralwelt und "informierten" ihn über Feinstofflichkeit, Samsara, Reinkarnation und Methoden zum Erreichen des Nirwana. Aus biblischer Sicht sind das betrügerische Geister und Lehren von Dämonen (nach 1. Timotheus 4, 1).

Die Journalistin Karen G Jackovich beschrieb 1979 im US-Magazin "People" einen Skandal im Shanti-Nilaya-Zentrum, der mit dem Spiritisten und Gründer der Sekte "Church of the Facet of the Divinity" Jay Barham zusammenhing. Auch das "Time Magazine" berichtete in einem Artikel vom 12.11 1979 darüber. Kübler-Ross führte für Barham viertägige "Therapiesitzungen" durch, während derer wieder spiritistische "Exkursionen" (Séancen) stattfanden [Lit. 1a34, 5]. Sie bezeugte, daß auch sie selbst diese medialen Praktiken ausgeführt habe. Später bekannte sie vor einem öffentlichen Publikum, daß ihr ein Leitgeist namens Salem erschienen wäre, zusammen mit zwei weiteren Geistwesen (Anka und Willie), die ihr eine tiefe mystische Erfahrung vermittelt hätten. Auch Dr. Moody berichtete gegenüber einem Kommilitonen, daß er regelmäßig mit einem Geistwesen Gespräche führe [Lit. 3].

Ihr Publikum teilte sich in Anhänger und Gegner. Differenzen mit Mitarbeitern führen schließlich zur Schließung des Zentrums. Sie steht jetzt vor einem Scherbenhaufen, denn auch ihre Ehe zerbricht [2]. Später, im Jahr 1984, erwirbt sie ein Farmgelände in Virginia und richtet sich ein neues Zentrum für Seminare und Workshops ein. Durch den angeschlossenen landwirtschaftlichen Betrieb kann sich die Gemeinschaft nahezu autark versorgen. Ein geplantes Hospiz für aidskranke Kinder scheitert am Widerstand der Landbevölkerung. Ihr Wohnhaus im Zentrum wird 1994 angezündet; der Brandstifter wurde nicht gefaßt.

Im Jahr 1995 erlitt E. Kübler-Ross einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte. Sie blieb nach weiteren Schlaganfällen auf den Rollstuhl angewiesen und starb am 24. August 2004 in Scottsdale/Arizona.

Beurteilung aus biblischer Sicht:

Nahtod- und Jenseitserlebnisse, Meditationserfahrungen und mystische Schauungen haben ihren Ursprung in der Kontaktaufnahme des menschlichen Geistes mit der nicht sichtbaren, geistigen Welt. Gottes Wort, die Bibel, spricht klar davon, daß eine Person, wenn sie durch spiritistische Tätigkeit eigenmächtig in diese Gebiete eindringt, mit okkulten Kräften, Finsternismächten, betrügerischen Geistern in Kontakt kommt. Wer sich freiwillig unter den Einfluß dieser verborgenen Mächte begibt, wird von diesen beeinflußt und schließlich gefangen genommen werden.

Die Suche nach verborgener oder geheimer (= okkulter) Erkenntnis verstößt gegen das Gebot Gottes: "Was verborgen ist, ist des Herrn" (2. Mose 29, 28). R.E. Brehm schreibt in seinem Buch "Alternative Heilverfahren": 

"Während die Bibel vor Lügengeistern warnt, verfügt der Spiritist über keinen objektiven Maßstab, um die Glaubwürdigkeit seiner Quellen zu überprüfen, da er ja auch die biblischen Kriterien zur Geisterunterscheidung ablehnt."

Das biblisch gegründete "Faktum-Buch" (Hrsg. B. Schwengeler) erläutert diesen Sachverhalt unmißverständlich als Eingebungen von Lügengeistern [Lit. 6]:

"Manipulationen durch Dämonen sind möglich. Der Erfindungsreichtum betrügerischer Geister ist fast unbegrenzt."

Die Sichtweise eines materialistischen Weltbildes - nämlich, daß mit dem Tod des menschlichen Körpers auch seine Seele und damit sein ganzes Sein aufhöre, wird weder von Frau Kübler-Ross noch von den inspirierten Autoren der Heiligen Schrift geteilt. Während die Sterbeforscherin aber sagt, der Tod sei nicht das Ende der Existenz, sondern ein "strahlender Beginn", und es "stehe uns Wunderbares bevor", spricht Gottes Wort von einem Gericht mit zwei möglichen Ausgängen:

Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts (Joh. 5, 28.29)

Wenn nun der HERR Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers HERRN Jesu Christi, welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesichte des HERRN und von seiner herrlichen Macht (2. Thess. 1, 7-9)

Dave Hunt schreibt in seinem Buch "Die okkulte Invasion" [Lit. 8]:

"Es bleibt sich gleich, ob die mystische Erfahrung aus Drogen, Yoga, Channeling, medialer Tätigkeit, Hypnose oder aus Nahtod-Erlebnissen mit einem weißen Licht hervorgeht. Die Ergebnisse sind fast immer dieselben - Blindheit für das Evangelium Jesu Christi. Zu den offensichtlichsten Fehlinformationen, die Satan durch so genannte klinisch Tote verbreitet, gehört die Auffassung, dass die aus dem Nahtod-Stadium Zurückgekehrten uns sagen könnten, was es bedeutet zu sterben."

Schriftstellen: (Quelle: bibel-online.net)

Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen (1. Timotheus 4, 1)

Glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt (1. Johannes 4, 1)

Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo (Kolosser 2, 8)

Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Greuel (5. Mose 18,10-12)

Quellenangaben, weiterführende Informationen und Links: (siehe Disclaimer)

[1] Wikipedia (DE): Elisabeth Kübler-Ross

[1a] Wikipedia (EN): Elisabeth Kübler-Ross

[2] Elisabeth Kübler-Ross: Dem Tod ins Gesicht sehen (Film von Stefan Haupt, Presseheft)

[3] Koch, Dr. Kurt: Okkultes ABC - Sterbensillusionen (pdf) - E. Kübler-Ross

[4] Jackovich, Karen G.: Kubler-Ross is a Public Storm Center Again, In People, October 29, 1979 (Vol. 12, No. 18)

[5] Behaviour: The Conversion of K., in: Time Magazine, November 12, 1979

[6] Schwengeler, B. (Hrsg.): Faktum-Buch - Sterbeerlebnisse - UFO- Anthroposophie, S. 83 (Schwengeler-Verlag, CH-9442 Berneck)

[7] Brehm, R.E.: Alternative Heilverfahren, Religionen und der "Affe Gottes", Licht im spirituellen Dschungel, S. 107 (BoD)

[8] Hunt, Dave: Die okkulte Invasion (clv)

Felicitas Goodmann

Felicitas D. Goodman (geb. Daniels, geb. 30.01.1914 Budapest, gest. 30.03.2005 Columbus/Ohio)

F. Goodman stammte von deutschen Eltern ab, die nach Ungarn ausgewandert waren. Sie war das erste von zwei Kindern. Später wohnte die Familie in Siebenbürgen (Rumänien), von 1931 ab wieder in Deutschland. Zwischen 1931 bis 1934 studierte sie an der Universität Heidelberg, das sie 1936 mit dem Diplom als Dolmetscherin für die englische Sprache abschloß. Nach dem zweiten Weltkrieg übersiedelte sie mit ihrem Mann und drei Kindern in die USA, wo sie nach einigen Jahren ein viertes Kind auf die Welt brachte. Sie arbeitete als mehrsprachige wissenschaftliche Übersetzerin für das Battelle Memorial Institute in Columbus (Ohio) und für die American Chemical Society. Später studierte sie Linguistik an der Universität von Columbus (Bundesstaat Ohio, Diplom 1968) und machte 1971 ein Doktorat im Fach Psychologische Kulturanthropologie, verbunden mit Studien in Religionspsychologie. Sie lehrte danach als Professorin für Linguistik, Ethnologie und Kulturanthropologie an der Denison University in Ohio, wo sie 1979 ausschied.

Nach der elfjährigen Tätigkeit an der Denison-Universität gründete sie 1978 das Cuyamungue Forschungs- und Lehrinstitut in der Nähe von Santa Fe, New Mexico.

Felicitas D. Goodman beschäftigte sich im Verlauf ihrer Studien immer intensiver mit den außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen, die bei religiös-rituellen Handlungen indigener Völker auftreten. Sie stellte fest, daß sich der Zustand des menschlichen Bewußtseins in außergewöhnlicher Weise verändert, wenn man mit der rhythmischen Anregung einer Rassel bei 210 Schlägen pro Minute eine der aus dem rituellem Kontext stammenden Körperhaltungen nachstellt: Dabei tritt eine willentlich hervorgerufene, ekstatische Trance ein, die visionäre Erfahrungen unter Einbeziehung aller Sinne zur Folge haben kann. Diese Zustände sind vergleichbar mit den visionären "Seelenreisen" von Schamanen, die diese in die jenseitige Welt unternehmen. Die verschiedenen Trance-Techniken öffnen also über eine „Bewußtseinserweiterung“ die Tore zur Wahrnehmung einer anderen oder "erweiterten" Wirklichkeit. In vielen Religionen wird die Trance als Mittel angesehen, um mit der spirituellen Welt (d.h. mit Geistern oder anderen spirituellen Wesen oder spirituellen Orten) in Kontakt zu kommen und so verborgene (okkulte) Botschaften oder Erkenntnisse zu erlangen.

Bei den praktizierten Körperhaltungen handelt es sich um ein religiöses RITUAL, d.h. eine geschlossene Folge von Handlungen, deren ausdrückliche Aufgabe es ist, die Verbindung zur "anderen Wirklichkeit" herzustellen. Sie stellen quasi "Einladungsbotschaften" für die Geistwesen dar, als essentieller Teil der verwendten spiritistischen Praktiken. F. Goodman selbst nennt solche Körperhaltungen "magisch" [4]. Wie bei psychedelischen Drogenerfahrungen wird das Bewußtsein über die gewöhnlichen Ich-Grenzen hinausgehoben und die von Gott gesetzen Schranken von Raum und Zeit überschritten.

F. Goodman schreckte nicht davor zurück, auch Kinder und Jugendliche in diese okkulten Gebiete einzuführen. Es war ihr völlig bewußt, daß man in einer Trance mit Geistern bzw. Dämonen in Verbindung kommen kann, was folgende Zitate aus ihrer Broschüre "TranceRituale für Jugendliche" belegen [4]:

"Die Kinder einer meiner Mitarbeiterinnen namens Wendy besuchen in Maryland einen allen neuen Gedanken gegenüber sehr aufnahmebereite Schule, wo die Bundesgesetze gegen den Religionsunterricht nicht in Kraft sind, weil es sich um eine Privatschule handelt... ...Die Lehrerin hatte mein Buch 'Wo die Geister auf den Wellen reiten' gelesen und bat Wendy nun, den Kindern etwas von ihren Erlebnissen bei unseren Seminaren in Neumexiko zu erzählen... ...Die Lehrerin erklärte ihnen nun, daß sie ein Ritual kennenlernen würden, ähnlich wie bei den verschiedenen Eingeborenen... ...ich erklärte die Bedeutung des Speisopfers, wie man es segnet indem man es behaucht, und wie man damit in die sechs Richtungen weist. Dann führte ich das aus und lud damit die Geister in unseren Kreis...."

Wie mit einem trojanischen Pferd wird nichtsahnenden Kindern so Spiritismus und Dämonenanbetung nahegebracht. Goodmans eigene Enkel gründeten gar einen Verein mit Namen Deva ("Götter"), in dessen Rahmen "Reisen in die Unterwelt" ausprobiert wurden [4].

Der New-Age-Kritiker Prof. Reinhard Franzke schreibt in aller Deutlichkeit über diese transpersonalen Erfahrungen [2]:

„Sie (die Wissenschaftler) nennen die transzendente Welt "innere Welt", "Innenwelt" oder "Unbewusstes" bzw. "Unterbewusstsein" und die Götter, Geister und Gottheiten nennen sie "Archetypen", "Teile" oder "Teil-Persönlichkeiten", obwohl immer mehr moderne Psychologen die Existenz von Göttern, Geistern und Dämonen erstaunlich offen zugeben, wie z.B. C. G. Jung, Carl Rogers, Stanislav Grof. Jung und Rogers verkehrten mit Totengeistern. C.G. Jung gab offen zu, dass er besessen ist und seine wissenschaftlichen Lehren letztlich von Geistern stammen. Und keine Universität dieser Welt lehnt deshalb seine Lehren als unwissenschaftlich ab. Und nicht nur das. Die genannten Psychologen sagen uns auch, dass sie die Klienten und Patienten mit dieser Welt in Kontakt bringen wollen. Man muss ihre Bücher nur sorgfältig lesen.“

Die längerdauernde Einübung sowohl enstatischer und ekstatischer Trancezustände führt zur Ausbildung von paranormalen Fähigkeiten wie Medialität, Hellsehen, Visionsfähigkeit und Erfahren von Zeitregressionen.

Sowohl Christen wie Nichtchristen sollten von diesen Methoden weiten Abstand halten. Medizinisch gesehen gerät man in einen paradoxen Erregungszustand; der Blutdruck sackt ab, der Puls steigt an und es wird Beta-Endorphin ausgeschüttet. Es bestehen große Gefahren für die seelische Gesundheit.

So finden die Praktiken der heidnischen Medizinmänner, Schamanen, Zauberer, Wahrsager und Götzenpriester, die man im Abendland seit Jahrhunderten überwunden glaubte, wieder Eingang in unsere nachchristliche Gesellschaft.

Trance (Begriffsdefinition): von lat. transire hinübergehen, überschreiten) ist ein Sammelbegriff für veränderte Bewusstseinszustände mit einem intensiven mentalen Erleben, die sich in Abgrenzung zum gewöhnlichen Wachbewusstsein durch eine hochfokussierte Konzentration auf einen Vorgang bei gleichzeitig sehr tiefer Entspannung und unter Ausschaltung des logisch-reflektierenden Verstandes auszeichnen.

Belegstellen aus der Heiligen Schrift:

Wendet euch nicht an die Totenbeschwörer- und an die Wahrsagegeister. Befragt sie nicht, daß ihr euch durch sie verunreinigt; ich bin Jahwe, euer Gott (3. Mose 19, 31, Textbibel)

Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit (1. Thessalonicher 5, 8)

So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein (1. Thessalonicher 5, 6)

Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge (1. Petrus 5, 8)

Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel (1. Timotheus 4, 1)

Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo (Kolosser 2, 8)

Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müßt die Wahrsager und Zeichendeuter fragen, die da flüstern und murmeln so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott fragen, oder soll man die Toten für die Lebendigen fragen? (Jesaja 8,19)

Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen (2. Petrus 1, 19)

Quellenverzeichnis und weiterführende Informationen:

[1] Betrachtung von Prof. Dr. Reinhard Franzke: Hypnose, Trance

[2] Betrachtung von Prof. Dr. Reinhard Franzke: Unbewusstes, Unterbewusstsein

[3] Wikipedia (DE): Felicitas Goodman ; Trance

 

[4] Goodman, Felicitas: TranceRituale für Jugendliche, S. 10, 24ff (Broschüre, Löhrbach 1995)

 

[5] Goodman, Felicitas: Ekstase, Besessenheit, Dämonen, Die geheimnisvolle Seite der Religion (Gütersloher, 1997)

[6] Lichtbild (Link zu externer Webseite, möglicherweise urheberrechtlich geschützt)

Erickson, Milton

Milton Hyland Erickson (1901-1980), Hypnose-Therapeut

Erickson war ein amerikanischer Psychiater und der wohl bekannteste Hypnosetherapeut des 20. Jahrhunderts. Er legte auch die Grundlagen für die Entwicklung des Neurolinguistischen Programmierens (NLP).

Kurze Zeit nach Beendigung seiner Highschool-Ausbildung erkrankte Erickson an einer Kinderlähmung mit schwerem Verlauf. Nach dreitägiger Bewußtlosigkeit blieb er weitgehend gelähmt. Selbst die Augen konnte er nur bedingt bewegen. Er begann durch Imaginationen daran zu arbeiten, daß die gelähmten Muskeln ihre Funktionstüchtigkeit zurückbekamen. Nach einem Jahr konnte er wieder an Krücken gehen.

Er begann, an der Universität von Wisconsin zu studieren. Dort kam er im zweiten Studienjahr mit Hypnose in Berührung. Davon völlig eingenommen, begann er alle möglichen Versuchspersonen zu hypnotisieren. Er entwickelte Methoden zur Induktion von Trance-Zuständen; dabei benutzte er verschiedenste Techniken, um die Menschen zu bestimmten Handlungen zu veranlassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Milton_H._Erickson

Steiner, Rudolf

Rudolf Steiner, 1905 (Wikipedia)

Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie

Rudolf Lorenz Josef Steiner wurde 1861 in Kraljevec, einer damals in Österreich, heute in Kroatien gelegenen Stadt geboren [1]. Er war das erste Kind des Bahnvorstehers Johann Steiner (* 1829) und dessen Frau Franziska. Später kamen noch zwei Geschwister dazu, Leopoldine und Gustav. Durch den Beruf des Vaters bedingt mußte die Familie öfters umziehen; so kamen die Steiners 1863 von Mödling nach Pottschach/Niederösterreich.

Erstkontaktmit der jenseitigen Welt (1868)

Als knapp achtjähriger Knabe hielt sich Rudolf öfters im Wartesaal des Pottschacher Bahnhofs auf. In einem Vortrag und in einem Brief berichtet Steiner später über ein dort erlebtes Vorkommnis, das seinen künftigen Lebensgang „leitmotivartig bestimmen“ sollte, wie es der Biograph Gerhard Wehr formuliert.

Steiner beschreibt das Erlebnis in seinem 1913 gehaltenen Vortrag “Skizze eines Lebensabrisses” folgendermaßen:

„Und als er (R. Steiner meint sich damit selbst) so dasaß, tat sich die Tür auf; er mußte es natürlich finden, daß eine Persönlichkeit, eine Frauenspersönlichkeit, zur Türe hereintrat, die er früher nie gesehen hatte, die aber einem Familiengliede außerordentlich ähnlich sah. Die Frauenspersönlichkeit ging zur Türe herein, ging bis in die Mitte der Stube, machte Gebärden und sprach auch Worte, die etwa in der folgenden Weise wiedergegeben werden können: 'Versuche jetzt und später, so viel du kannst, für mich zu tun!' Dann war sie noch eine Weile anwesend unter Gebärden, die nicht mehr aus der Seele verschwinden können, wenn man sie gesehen hat, ging zum Ofen hin und verschwand in den Ofen hinein...”

Es stellte sich bald heraus, daß zu derselben Zeit, als dem Jungen diese Frauengestalt erschienen war, ein sehr nahestehendes Familienmitglied sich selbst den Tod gegeben hatte. Rudolf hatte diese Verwandte jedoch nie zuvor gesehen, und auch nie sonderlich viel von ihr gehört. Das Ereignis machte auf ihn einen großen Eindruck, denn es war jeder Zweifel ausgeschlossen, daß es sich um den „Besuch“ des Geistes jener durch Suizid zu Tode gekommenen Person gehandelt haben mußte. Sie war an den Knaben mit dem Anliegen herangetreten, etwas für sie in der nächsten Zeit nach dem Tode zu tun.

Rudolf Steiner schreibt weiter darüber:

"Nun, wer so etwas in seiner frühen Kindheit erlebt und es nach seiner Seelenanlage zu verstehen suchen muß, der weiß von einem solchen Ereignisse an - wenn er es eben mit Bewußtsein erlebt -, wie man in den geistigen Welten lebt... Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkte ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ" (Briefe 1, 1948,  I Off.).

Dieses Erlebnis war seine Initiation in den hellseherischen Zugang zu den geistigen Welten.

Seine hohe geistige "Begabung" tritt bereits als Jugendlicher in Erscheinung; mit 14 Jahren las er die Werke Kants; sein Abitur bestand er 1879 mit Auszeichnung. Steiner nahm noch im selben Jahr ein Studium für das Lehramt an Realschulen auf, und zwar an der Technischen Hochschule in Wien, mit den Fächern Chemie, Physik, Mineralogie, Zoologie, Botanik, Biologie, Geologie und Mechanik. Daneben hört er Vorlesungen in Geschichte und Literaturwissenschaft. Von 1881 an bekam er weitere Impulse durch das Studium der Werke Darwins und Hegels. Auch in Steiners Weltschau spielt der Evolutionsgedanke eine große Rolle.

Die Begegnung mit dem Mystiker und Medium Felix Koguzki

Abermals sollte Steiner eine bedeutsame Begegnung haben, die ihm noch tiefere Einblicke in die geistige Welt vermittelte. 1880, während seiner Studienzeit, fuhr er regelmäßig mit der Bahn von Inzersdorf nach Wien. Es begann die geistige Auseinandersetzung mit dem Kräutersammler und Okkultisten Felix Koguzki aus dem Dorf Trumau. Rudolf Steiner nannte den wahren Namen in seinen Schriften nicht; erst die Nachforschung seines Schülers Emil Bock deckte die Identität des Mannes auf (Bock, 1967). Steiner berichtet:

"Da geschah es, daß ich mit einem einfachen Manne aus dem Volke bekannt wurde. Er fuhr jede Woche mit demselben Eisenbahnzuge nach Wien, den ich auch benützte. Er sammelte auf dem Lande Heilkräuter und verkaufte sie in Wien an Apotheken. Wir wurden Freunde. Mit ihm konnte man über die geistige Welt sprechen wie mit jemand, der Erfahrung darin hatte... [...] Er offenbarte sich so, als ob er als Persönlichkeit nur das Sprachorgan wäre für einen Geistesinhalt, der aus verborgenen Welten heraus sprechen wollte... [...] Aber man konnte, wenn man selbst die Anschauung einer geistigen Welt hatte, in diese durch einen Andern, in ihr ganz Feststehenden, tiefe Einblicke tun... [...] Mir blieb dieser Mann, auch als das Leben mich wieder von ihm weggeführt hatte, seelennahe. Man findet ihn in meinen Mysteriendramen in der Gestalt des Felix Balde." (Lit.: GA 28, S 46ff)

Gerhard Wehr berichtet über Koguzki: «Die wenigen Bücher, über die er verfügt, handeln vornehmlich von 'Haus- und Heilmitteln für Menschen und Vieh', auf natürlicher und sympathetischer Grundlage. Der zu Heilzwecken angewandte 'animalische Magnetismus' nach Franz Anton Mesmer spielt darin eine ebenso große Rolle wie die Praktiken der sogenannten Besprechung oder der Herstellung von wirkkräftigen Amuletten» (Wehr 1993, 44).

Steiners Wirken und Werk ist durch und durch antichristlich. Er schreibt im Geist der "alten Schlange":

„Es ist allein des Menschen würdig, daß er selbst die Wahrheit suche, daß ihn weder Erfahrung noch Offenbarung leite. Wenn das einmal durchgreifend erkannt sein wird, dann haben die Offenbarungsreligionen abgewirtschaftet. Der Mensch wird dann gar nicht mehr wollen, daß sich Gott ihm offenbare oder Segen spende. Er wird durch eigenes Denken erkennen, durch eigene Kraft sein Glück begründen wollen. Ob irgendeine höhere Macht unsere Geschicke zum Guten oder Bösen lenkt, das geht uns nichts an; wir haben uns selbst die Bahn vorzuzeichnen, die wir zu wandeln haben. Die erhabenste Gottesidee bleibt doch immer die, welche annimmt, daß Gott sich nach Schöpfung des Menschen ganz von der Welt zurückgezogen und den letzteren ganz sich selbst überlassen habe.“ [8]

An anderer Stelle zitierte Steiner zustimmend ein Zitat des Stirner-Biographen John Henry Mackay, in dem es hieß [9]:

Ich glaubte nie an einen Gott da droben,
Den Lügner oder Toren nur uns geben.
Ich sterbe – und ich wüßte nichts zu loben
Vielleicht nur Eins – daß wir nur einmal leben!

Aus Steiners Vorstellungen entwickelte sich auch ein Zweig der Alternativmedizin: Obwohl Steiner kein Mediziner war, hat er zusammen mit der niederländischen Ärztin Dr. Ita Wegman die Grundlage für ein anthroposophisches Krankheitsverständnis und Heilmittelfindung entwickelt. Nach anthroposophischer Auffassung spiegeln die vier Wesensglieder des Menschen (physischer Leib, Lebensorganisation, seelische Empfindungsorganisation und geistige Ich-Organisation) die "verwandtschaftliche Beziehung zwischen Natur und Mensch" wider. [6]. Für die Beziehung zum persönlichen Gott, die dem Menschen in Jesus Christus angeboten wird, ist dabei kein Platz.

Diagnose und Therapie sind bei diesen Heilmethoden durchdrungen von einer esoterischen, d.h. okkulten Weltanschauung. Folgende Stelle aus Steiners und Wegmans gemeinsamem Werk "Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst" belegt dies eindrücklich:

"Eine 26jährige, labile Patientin klagt über Rückenschmerzen. Als «Diagnose» ergibt sich ein Ungleichgewicht der verschiedenen Leiber: «Die übermäßige Eigentätigkeit des Astralleibes bewirkt, daß zu wenig Kräfte von diesem in den physischen Leib und Ätherleib überströmen.» Als «Therapie» wird eine Dämpfung des Astralleibes empfohlen: «Die übermäßige Eigentätigkeit des Astralleibes läßt sich bekämpfen durch kleinste Dosen von Blei, innerlich genommen. Blei zieht den Astralleib zusammen und weckt in ihm die Kräfte, durch die er sich stärker mit dem physischen Leib und dem Ätherleib verbindet" [2, 7]

Schriftstellen:

Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben,sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist (1. Mose 3, 4.5)

Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Greuel (5. Mose 18,10-12)

Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf (Epheser 5, 11)

Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen (1. Timotheus 4, 1)

Quellenverzeichnis und weiterführende Informationen:

[1] Donji Kraljevec: Geburtshaus von Rudolf Steiner

[2] Gassmann, LotharRudolf Steiner und die Anthroposophie - Erkenntnisweg in den Abgrund. TELOS-Bücher ; 2821 : Reihe: Leben - Werk - Wirkung. ISBN: 3856663045

[3] Vortrag von Dr. theol. Lothar Gassmann: Rudolf Steiners Leben (DWG Radio)

[4] Gassmann, Lothar, Anthroposophie: Lehre über die Bibel, Gott, Christus und Erlösung

[6] Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis, 5. Aufl., Bd. 2, S. 752 (Springer-Verlag, Heidelberg 1991)

[7] Steiner/Wegmann, Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst (701,lOOf)

[8] Rudolf Steiner: Goethes Naturwissenschaftliche Schriften, Band VI: Goethes Erkenntnis-Art, S. 124

[9] Sylvain Coiplet: Anarchismus und soziale Dreigliederung – Ein Vergleich, Institut für Soziale Dreigliederung 4/2000

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